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Was ist traumasensitive Familienbegleitung?

Wie die heutige Forschung beweist, braucht ein Kind einen Erwachsenen, um sich im Leben zurecht zu finden und sich gut zu entwickeln. Umso mehr braucht es diese Begleitung in einem emotionalen Sturm. Wir Eltern sind für die Ko-Regulation zuständig. Und diese können wir dann gewährleisten, wenn wir selber reguliert sind. Wenn wir also mit dem Kind, seinen Emotionen und allem, was gerade da ist, präsent sein können. Aus einer ganz neutralen Haltung.

 

Realität ist aber auch, dass es im Alltag mit Kindern immer wieder Trigger gibt, die uns aus unserer Mitte katapultieren. Das sind Momente, in denen wir selber diese Ko-Regulation eines neutralen Gegenübers brauchen würden, weil sich unser Nervensystem an eine Erfahrung erinnert, die nicht integriert werden konnte. Damit wir das als Kinder überlebt haben, entwickelten wir Strategien, um die verloren gegangenen Fähigkeiten wieder zurückzuerlangen. Wir fallen in Instinktverhalten, also fight, flight oder freeze. Das kann sich im Umgang mit unseren Kindern folgendermassen ausdrücken:

-laut & wütend werden

-weglaufen bzw. die Verbindung zum Kind abbrechen

-sich im Handy verlieren

-innere Verzweiflung

-Dissoziation

 

Wir müssen nicht eine schlimme Kindheit gehabt haben, es gibt in unserer Gesellschaft genug Ansichten von Erziehung, die gegen unsere Natur arbeiten. Von der Geburt ist gar nicht erst zu reden. 

 

Es ist schön zu wissen, dass wir neue Erfahrungen machen und so Schritt für Schritt neue Strategien erarbeiten können, um in eine grössere Handlungsfähigkeit zu kommen. Damit wir bei einem Trigger uns bewusst entscheiden können, wie wir reagieren: zb. das bringt mich jetzt in die Verzweiflung, aber ich muss dort nicht rein, sondern ich kann eine andere Ressource ansteuern. 

 




Energieausgleich: 120 CHF/ 60min
 
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